Donnerstag, 9. März 2017

Schillergymnasium hamstert Energie

Das Schillergymnasium in der Gartenstadt Drewitz verfolgt seit Jahren die Vision einer energetischen Unabhängigkeit durch den Einsatz erneuerbarer Energien für ihren Schulcampus. Inspiriert durch die Vorratshaltung des Hamsters – er sammelt im Sommer energiereiche Stoffe, die angelegten Reserven verbraucht er im Winter – hat die Schulgemeinschaft ein hehres Ziel: In der warmen Jahreszeit über eine großmaßstäbige Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Sporthalle so viel Energie zu erzeugen, dass diese auch für den Bedarf im Winter reicht.

Der geplante Solargenerator, dessen Umsetzung für 2018 avisiert ist, soll die bereits existierende Photovoltaik-Anlage auf dem Schulgebäude um weitere 360 Quadratmeter ergänzen und mit 65 Kilowatt jährlich bis zu 10 Megawattstunden (MWh) erzeugen. Ein konkretes Nutzungskonzept wird Möglichkeiten aufzeigen, wie die Schule den selbst erzeugten Strom direkt nutzen kann. Im Sinne eines fächerübergreifenden, ganzheitlichen Lernens wird das Vorhaben im Rahmen des Unterrichts maßgeblich von den Schülern vorangebracht werden: Dies voraussichtlich mit dem 8. Jahrgang der – jüngst vom selben Träger gegründeten – Gesamtschule Potsdam-Drewitzer Modellschule, ebenfalls im Gebäude Fritz-Lang-Straße 15.

Da der derzeitige 8. Jahrgang pro Woche vier Stunden das Fach Naturwissenschaften hat, wird hier das "Basislager" für eine langfristige Projektbegleitung sein. Die Klasse hat so die Chance, in den kommenden Jahren das Projekt zu begleiten und daran zu wachsen. Da diese Schüler voraussichtlich 2023 ihr Abitur machen, werden sie auch die Realisierung erleben können.

Das Schulfach Naturwissenschaften eignet sich besonders für ein solches Projekt, da hier die komplette Verknüpfung zwischen Physik, Biologie, Chemie und Umweltschutz tragender inhaltlicher Aspekt ist. Der Fortschritt des Projekts wird außerdem vom Sanierungsmanagement und von der EWP unterstützt und begleitet. Mit den bereits umgesetzten und geplanten Sanierungsschritten hin zum Ziel einer CO2-neutralen Schule bis 2020 setzen Schüler-, Lehrer- und Elternschaft ein Zeichen für den Klimaschutz.

Mari Pape für das Sanierungsmanagement Drewitz

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